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Tarifstreit der Ärzte:Einigung nach Verhandlungsmarathon

Durchbruch im Tarifkonflikt zwischen kommunalen Kliniken und Ärzten: Nach einem 23-stündigen Verhandlungsmarathon einigten sich die Parteien auf Gehaltssteigerungen und eine Einmalzahlung. Bereitschaftsdienste werden künftig besser bezahlt.

Die rund 55.000 Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern in Deutschland sollen zwei Prozent mehr Gehalt bekommen. Die Erhöhung soll rückwirkend zum Mai für 20 Monate gelten, wie die kommunalen Arbeitgeber am Mittwoch in Offenbach mitteilten.

Arzt in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Erfurt: Der Ärztegewerkschaft ging es vorrangig um deutlich besser bezahlte Bereitschafts- und Notdienste. Diese Forderung konnte der Marburger Bund schließlich durchsetzen.

(Foto: ap)

Die Einigung zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) kam am Morgen nach einem 23-stündigen Verhandlungsmarathon zustande.

Tausende Klinikärzte hatten mehr als drei Wochen lang bundesweit an zahlreichen kommunalen Kliniken gestreikt. Der Tarifstreit dauerte bereits seit Januar an. Die Verhandlungen waren mehrfach abgebrochen worden. Am Montag nahmen die Delegationen die Gespräche nach wochenlanger Funkstille wieder auf. Zuvor hatten am Montag rund 5.000 Klinikärzte in Frankfurt am Main für mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert.

55.000 Ärzte betroffen

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 55.000 Ärzte an den kommunalen Kliniken in Deutschland ging es um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und mehr Gehalt.

Der Marburger Bund hatte für die Mediziner an den bundesweit 700 kommunalen Kliniken fünf Prozent mehr Geld sowie deutlich besser bezahlte Bereitschaftsdienste gefordert. Die kommunalen Arbeitgeber boten vor der Einigung 2,9 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 33 Monaten.