Dass die geopolitische Lage seit Jahren eine Abfolge von Krisen ist, daran haben sich Politikerinnen, Wirtschaftslenker und auch die Bürgerinnen und Bürger längst gewöhnt. Weltpolitik und Welthandel sind fragil, Entscheidungen eines Akteurs können schnell das System durcheinanderbringen. „Zukunft gestalten in einer unberechenbaren Welt“, heißt das Motto des diesjährigen SZ-Wirtschaftsgipfels, der über drei Tage Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenbringt.
Gleich zu Beginn kommt der Bundeskanzler. Friedrich Merz skizziert seine Sicht auf die Wirtschaft und die Wirtschaftspolitik und stellt sich den Fragen von SZ-Chefredakteurin Judith Wittwer und dem stellvertretenden Chefredakteur Ulrich Schäfer. Auf drei hochkarätig besetzten Panels werden am Montag die großen Fragen diskutiert, die derzeit die Debatten bestimmen: Schafft Deutschland die Wende? Was bedeutet der Trump-Schock? Und: Ist Europa gewappnet für Konflikte dieser Welt?
Zahlreiche Vorstandsvorsitzende von Dax-Konzernen sind über die drei Gipfeltage verteilt im Hotel Adlon zu Gast, Siemens-Chef Roland Busch am Montag, Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp, Fresenius-Chef Michael Sen und Zalando-Chef David Schröder am Dienstag sowie Eon-Chef Leonhard Birnbaum am Mittwoch. Vertreten sind auch große Familienunternehmen wie der Maschinenhersteller Trumpf aus Baden-Württemberg sowie etliche Vertreter aus der Start-up- und Gründerszene.
Das Großthema künstliche Intelligenz und die Frage, wie Deutschland gerade auf diesem Gebiet wieder innovationsfreudiger und wirtschaftlich erfolgreicher werden kann, zieht sich durch gleich mehrere Gipfelveranstaltungen. Auch der Auftritt von Dorothee Bär (CSU), Ministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, steht in diesem Zusammenhang. Als Oppositionspolitikerin ist Katharina Dröge von den Grünen auf dem Gipfel vertreten.
Am Montagabend unterhält sich der frühere SZ-Wirtschaftschef Marc Beise mit dem TV-Satiriker Oliver Welke
Wie geht es weiter mit dem deutschen Sozialstaat? Auch das ist eines der Schwerpunktthemen auf dem SZ-Wirtschaftsgipfel. Am Dienstagmorgen stellt sich Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD), dazu den Fragen von Gipfelleiterin Lisa Nienhaus und SZ-Chefredakteur Wolfgang Krach. Am Mittwochvormittag präsentiert Janina Mütze, die Chefin des Meinungsforschungsunternehmens Civey, außerdem die Ergebnisse einer Umfrage zu dem vom Kanzler ausgerufenen „Herbst der Reformen“.
Am Montag und Dienstag gibt es jeweils Abendveranstaltungen. Die erste bestreiten der frühere SZ-Wirtschaftschef Marc Beise und der TV-Satiriker Oliver Welke. Am Dienstagabend geht es ins Fotografiska-Museum im ehemaligen Kunsthaus Tacheles in Berlin-Mitte.
Auf dem SZ-Wirtschaftsgipfel kommen stets auch Persönlichkeiten zu Wort, die nicht Berufspolitiker oder Manager sind. Am Mittwochmorgen ist dieser Tradition folgend Oliver Bierhoff zum Gespräch geladen, wobei das bei Bierhoff gar nicht stimmt. Denn der frühere Fußballnationalspieler und Europameister von 1996 war nach seiner aktiven Karriere die meiste Zeit über Manager, 16 Jahre lang beim Deutschen Fußball-Bund, inzwischen ist er Berater eines American-Football-Teams. Die Leitfrage für das Gespräch mit Bierhoff lautet: Warum ist Deutschland so mutlos? Den Abschluss des SZ-Wirtschaftsgipfels bilden zwei Auftritte von Kabinettsmitgliedern, nämlich Außenminister Johann Wadephul und Digitalminister Karsten Wildberger (beide CDU).
Auf SZ.de wird laufend über den Gipfel berichtet, einige Programmpunkte streamt die Süddeutsche Zeitung live. Alle Informationen finden Sie unter sz-gipfel.de.
