Jürgen Fitschen, Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank

Russland-Krise, Terrorgefahr, Klimawandel - wo sehen Sie in Zukunft die größte Gefahr für die Wirtschaft?

Die geopolitischen Probleme sind im Moment überragend. Sie können zu einer Gefahr für die Wirtschaft werden, aber sie müssen sich nicht zwangsläufig negativ auswirken.

Europa steckt noch immer in der Krise. Deutschland ist die Ausnahme. Wie geht es mit der Konjunktur im Jahr 2015 weiter?

Deutschlands Wirtschaft wird in diesem Jahr um ein Prozent wachsen, mit dem Potenzial, besser ausfallen zu können. Grund dafür sind der niedrige Ölpreis und die kurzfristigen Effekte der monetären Maßnahmen der Europäischen Zentralbank.

Der Ölpreis fällt weiter. Ein Segen für die Weltwirtschaft und Ihr Unternehmen - oder eher eine Gefahr?

Der niedrige Ölpreis wird in den Importländern Kaufkraft freisetzen. Aber es wird gleichzeitig bei den Förderländern weniger ankommen - mit negativen Konsequenzen dort. Das wiederum könnten zu scherwiegenden Konsequenzen führen.

Bild: dpa 24. Januar 2015, 00:002015-01-24 00:00:35 © SZ.de/bbr