SZ-Serie: Rohstoffe (III):Silbervorräte werden knapp

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Silber wird täglich 24 Stunden in den Finanzzentren von London, Zürich, New York, Chicago und Hongkong gehandelt. In London wird ein Fixpreis für physisches Silber bestimmt. Für Papierverträge ist aber die Comex-Börse in New York das wichtigste Handelszentrum.

Der Handel mit Silber ist ein kleiner Markt, er umfasst nur etwa zehn Prozent des Goldmarktes. Schon kleine Transaktionen erzeugen große Schwankungen. Deshalb ist es äußerst schwierig für Experten, die Entwicklung des Preises vorauszusagen.

Korrelation zu Gold

Für die kommenden zwei Jahre wird allgemein erwartet, dass der Silberpreis auf dem heute erreichten Niveau verharrt. Historisch folgt Silber dem Goldpreis, aber diese Korrelation hat sich zuletzt abgeschwächt.

Investoren können Silber physisch besitzen, etwa in Form von Münzen oder Barren, die jedoch sicher verwahrt werden müssen, was Kosten verursacht und keine Zinsen bringt. Eine weitere Möglichkeit sind Investitionen in Aktien von Minenkonzernen, die in der Regel neben Silber auch andere Bodenschätze fördern.

Oft ein Nebenprodukt

So ist etwa Silber bei den Branchenführern wie Rio Tinto (Großbritannien) oder BHP Minerals (Australien) nur ein Nebenprodukt. Ein reiner Silberförderer ist dagegen die kanadische Pan American Silver Corp. Für Investoren sind auch Zertifikate interessant, die in mehrere Silberhersteller investieren.

Außerdem gibt es Bestrebungen, mittelfristig für Silber einen börsengehandelten Fonds (Exchange Traded Fund ) - wie er bereits für Gold existiert - zu schaffen. Das könnte die Nachfrage nach Silber deutlich ankurbeln und den Preis positiv beeinflussen.

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