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Swiss Life:Eigenes Finanzportal

Banken stehen beinahe täglich im Kontakt mit den Kunden, Versicherer vielleicht einmal im Jahr. Der Lebensversicherer Swiss Life Deutschland will im Alltagsleben der Kunden präsenter sein und kooperiert dazu mit dem Start-up Bank-Sapi. Künftig können Swiss Life-Kunden online nicht nur ihre Versicherungen, sondern auch ihre Bankkonten verwalten und Überweisungen tätigen.

Der Schweizer Versicherer Swiss Life ist in Deutschland über den Vertrieb Swiss Life Select aktiv, der aus dem früheren Finanzdienstleister AWD von Carsten Maschmeyer hervorgegangen ist, sowie über die Vertriebstöchter Tecis, Horbach und Proventus. Die Vertriebe können ihren Kunden künftig den digitalen Finanzordner für Banken und Versicherungen anbieten.

"Banking bedeutet Alltagsrelevanz", sagt Reinhard Tahedl, Geschäftsführer von Banks API und Gründer des dahinter stehenden Firmeninkubators Finconomy. "Versicherer haben keine Alltagsrelevanz, können sie darüber aber erlangen." Viele Bankkunden werfen täglich einen Blick auf ihre Konten und Depots. Versicherte beschäftigen sich hingegen in der Regel nur selten mit ihrem Vertrag, etwa bei einem Schaden oder wenn ein Vertrag ausläuft. Die neuen Banking-Angebote schaffen für sie wichtige zusätzliche Kontaktpunkte.

Swiss Life nutzt Bank-Sapi zunächst nur für die digitale Kontoverwaltung. Der Dienst bietet aber mehr an. Mit Zustimmung des Kunden durchleuchtet er dessen Kontodaten und zieht Schlüsse auf den Versicherungsbedarf. Vermittler können damit zur rechten Zeit Policen anbieten, etwa wenn der Nutzer eine Anzahlung für das Eigenheim überweist.