Am 14. August 1974, ein Mittwoch, betritt ein Ehepaar mittleren Alters die Filiale der Credit Suisse in Genf. Der Mann legt den Bankern einen ägyptischen Pass vor, ausgestellt auf den Namen Hussein Kamal Eddine Ibrahim Salem. Kurz darauf unterschreibt der neue Bankkunde mit krakeliger Handschrift die Gründungsunterlagen für das geheime Nummernkonto R750191. Zeichnungsberechtigt neben ihm: seine Frau Nazima. Ob die Kontoauszüge denn an die heimische Adresse in Kairo geschickt werden sollen, wird das Ehepaar noch gefragt: Sollen sie natürlich nicht. Stattdessen wandert in den nächsten Jahrzehnten alle Korrespondenz in ein privates Schließfach der Bank am Genfer See.
Suisse SecretsDer Spion mit der Lizenz zum Geldmachen
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Wie die Schmiergeldspur eines ägyptischen Geheimdienstlers, Waffenhändlers und Multiunternehmers über die Genfer Credit- Suisse-Filiale direkt in einen der großen Korruptionsskandale der deutschen Geschichte führte.
Von Jörg Schmitt
