Festnahmen von ArbeiternSüdkorea will nach Hyundai-Razzia in USA helfen

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Die Hyundai Motor Group Metaplant America im US-Bundesstaat Georgia. Hier fand die Großrazzia statt.
Die Hyundai Motor Group Metaplant America im US-Bundesstaat Georgia. Hier fand die Großrazzia statt. Mike Stewart/AP

Trumps Heimatschutzministerium hat Hunderte Arbeiter aus Südkorea festgenommen. Südkoreas Regierung schickt nun ein Flugzeug.

Nach der Festnahme Hunderter südkoreanischer Arbeiter bei einer Razzia in einer im Bau befindlichen Autobatteriefabrik von Hyundai in den USA hat die Regierung in Seoul ihren Landsleuten Unterstützung zugesichert. Die Regierung werde nach Abschluss der Verwaltungsformalitäten ein Charterflugzeug in den US-Bundesstaat entsenden, sagte Kang Hoon-sik, Stabschef des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung laut der Nachrichtenagentur Yonhap. Dem Bericht zufolge wird das Land auch eine Verbesserung der US-Visumpolitik für seine Bürger anstreben, die sich auf Geschäftsreisen in den USA befinden.

Außenminister Cho Hyun hatte zuvor bei einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts gesagt, die Regierung habe einen Krisenstab eingerichtet. „Ich bin zutiefst besorgt. Ich trage eine große Verantwortung für unsere festgenommenen Bürger“, sagte Cho.

Bei der Razzia der US-Einwanderungsbehörde in dem Werk des südkoreanischen Autobauers im Bundesstaat Georgia am Donnerstag wurden rund 475 Arbeiter festgenommen, darunter mehr als 300 Koreaner. Dem US-Heimatschutzministerium zufolge handelte es sich um die größte Razzia an einem einzigen Standort in der Geschichte der Behörde. Sie ist Teil des von US-Präsident Donald Trump verschärften Vorgehens gegen Einwanderer.

Südkorea ist ein wichtiger Verbündeter der USA in Asien und ein bedeutender Investor in den Vereinigten Staaten. Beide Länder streiten derzeit über Details eines Handelsabkommens, das südkoreanische Investitionen von 350 Milliarden Dollar in den USA vorsieht.

Die Fabrik wird von Hyundai gemeinsam mit dem südkoreanischen Batteriehersteller LG Energy Solution gebaut. LG Energy Solution teilte mit, man habe Mitarbeiter von US-Dienstreisen zurückgerufen und weitere Reisen in die USA mit Ausnahme von Kundentreffen ausgesetzt. Dem Unternehmen zufolge wurden 47 seiner Mitarbeiter und rund 250 Arbeiter von Subunternehmern in dem Gemeinschaftsunternehmen festgenommen.

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