Arbeitswelt:Die falsche Vorstellung vom Stress im Job

Arbeitswelt: Wenn jede Sekunde zählt: 73 Prozent der Beschäftigten in den Medizinjobs sagen laut einer DGB-Studie, dass sie oft unter Zeitdruck arbeiten müssen - so viele wie in keiner anderen Berufsgruppe.

Wenn jede Sekunde zählt: 73 Prozent der Beschäftigten in den Medizinjobs sagen laut einer DGB-Studie, dass sie oft unter Zeitdruck arbeiten müssen - so viele wie in keiner anderen Berufsgruppe.

(Foto: Andreas Arnold/dpa)

Der Job setzt vielen Menschen zu, das zeigt eine neue Studie. Aber alles nur auf ausufernde Dienstzeiten und Termindruck zu schieben, greift zu kurz.

Kommentar von Bernd Kramer

Etwas stimmt nicht mit der Arbeit in Deutschland. Man merkt es daran, wie viele Menschen dieser Tage krank zu Hause bleiben, ein Rekord deutet sich an, der nicht nur auf verschnupfte Nasen zurückzuführen ist. Seit Jahren steigt auch die Zahl der psychischen Beschwerden. Viele Menschen sind erschöpft, abgekämpft, leergeschuftet. Wohl auch deswegen verfängt die Forderung nach einer Vier-Tage-Woche so gut - weniger Arbeit erscheint gerade als Heilsversprechen gegen den Dauerdruck. Manche Firmen beginnen, ihren Mitarbeitenden zur Entspannung Yoga-Einheiten in der Mittagspause anzubieten. Man könnte meinen: Der Stress grassiert.

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