Streik im HandelWeihnachtsgeld gekürzt

Wegen der Teilnahme an Streiks haben zwei Handelsketten in Niedersachsen nach Gewerkschaftsangaben Angestellten das Weihnachtsgeld gekürzt. Betroffen seien etwa 150 Mitarbeitende von Edeka Minden-Hannover und des Textilhändlers Primark in Hannover, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Die Kürzungen beliefen sich demnach auf bis zu 300 Euro brutto.

"Wir fordern die Unternehmen auf, diese Strafmaßnahme umgehend zurückzunehmen", sagte Sabine Gatz, die Landesfachbereichsleiterin Handel von Verdi in Niedersachsen und Bremen. Es dürften nicht Einzelne für ihren Einsatz für die Kollegen bestraft werden.

Eine Unternehmenssprecherin von Edeka Minden-Hannover bestätigte die Angaben nicht, verwies aber auf den Tarifvertrag mit Verdi. Demnach werde Weihnachtsgeld nur für jeden vollen Monat der Beschäftigung bezahlt. Streiktage zählten wie andere unbezahlte Fehltage nicht als Arbeitszeit. Ähnlich argumentiert Primark. Die Gewerkschaften seien verpflichtet, Streikausfallgeld zu zahlen, sagte die Edeka-Sprecherin.

© SZ vom 21.12.2021 / dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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