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Streaming:Weniger Bits sollen Netz entlasten

Videostreaming-Dienste drosseln ihre Datenmengen in Europa, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten. Youtube wird die Bildqualität zunächst für 30 Tage etwas verschlechtern: Videos sollen grundsätzlich in Standard-Auflösung statt HD-Qualität übertragen werden. Netflix will den Datendurchsatz in dieser Zeit um ein Viertel reduzieren. Auch Amazon begann, die Datenmengen in seinem Dienst Prime Video zu drücken. Bei Sky hieß es dagegen, aktuell sei keine Änderung der Bitrate geplant. Man gehe im Streaming-Angebot bereits "sehr verantwortungsvoll" mit der Bandbreite um. Bei einer höheren Bildauflösung gibt es ein schärferes Bild, weil mehr Pixel dargestellt werden. Dafür werden aber auch mehr Daten übertragen. Netflix empfiehlt für HD (High Definition) eine Internet-Geschwindigkeit von fünf Megabit pro Sekunde (Mbit/s) , für Standard-Auflösung reichen drei Mbit/s. Einen richtig großen Sprung gibt es bei dem noch besseren Ultra-HD-Format: Hier werden zum Beispiel bei Netflix 25 Mbit/s benötigt. Ultra-HD (auch unter dem Namen 4K bekannt) gibt es nur in den teureren Tarifmodellen von Netflix. Auch Youtube bietet Ultra-HD-Videos an.

Netflix will dabei selektiver Vorgehen als die flächendeckende Reduzierung der Auflösung bei Youtube. Das Ausmaß der Drosselung bei jedem einzelnen Nutzer werde unter anderem davon abhängen, welche Art von Gerät sie nutzen, wie gerade ihr Netz ausgelastet ist und für welchen Tarif sie bezahlen, verlautete aus Unternehmenskreisen.

© SZ vom 21.03.2020 / dpa

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