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Streamingdienste:Im Trend

Der Markt für kostenpflichtiges Video-Streaming hat im vergangenen Jahr erneut zugelegt. Auch öffentlich-rechtliche Anbieter profitieren davon.

Von Francesca Polistina, München

Streamingdienste erleben einen Boom. In den vergangenen Jahren sind Namen wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ oder Apple TV+ in viele Wohnzimmer eingezogen, Analysten zufolge hat die Pandemie nun den Trend verstärkt. Auch in Deutschland: Laut der Beratungsfirma Goldmedia hat der Markt für kostenpflichtiges Video-Streaming 2020 erneut zugelegt und einen Umsatz von drei Milliarden Euro erwirtschaftet. Für dieses Jahr rechnen die Analysten mit einem weiteren Zuwachs von 25 Prozent.

Dieses Wachstum sei allerdings nicht allein auf neue Abonnenten zurückzuführen, sondern vor allem darauf, dass Abonnenten sich zusätzlich für neue Dienste entscheiden. "Der Trend geht zum Dritt-Abo", so Goldmedia in seinem Trendmonitor. Das bedeutet, dass immer mehr Zuschauer neben Anbietern wie Amazon Prime (weltweit 150 Millionen Abonnenten laut Zahlen von 2019) und Netflix (mehr als 200 Millionen), die auch international um den ersten Platz konkurrieren, andere Abos abschließen.

Neben den Marktführern gibt es kleinere Anbieter wie Mubi, die sich mit verschiedenen Bezahlmodellen und Kerngeschäften profilieren. In Deutschland gehören Plattformen wie Kino on Demand, die kleine Arthouse-Kinos unterstützt, und Filmfriend dazu, ein spezielles Portal für Nutzer öffentlicher Bibliotheken. Der Boom in der Streaming-Branche betrifft übrigens nicht nur kostenpflichtige Anbieter. Auch freie Mediatheken, wie die von ARD und ZDF, haben schon vor dem Pandemie-Jahr einen deutlichen Zuwachs verzeichnet.

© SZ
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