MeinungAutoindustrieWie Stellantis aus der Kurve flog

Kommentar von Thomas Fromm

Lesezeit: 2 Min.

Stellantis, das sind: 14 Automarken, 22,3 Milliarden Euro Verluste und viele Probleme.
Stellantis, das sind: 14 Automarken, 22,3 Milliarden Euro Verluste und viele Probleme. Sarah Meyssonnier/REUTERS

Die Opel-Mutter Stellantis macht Milliardenverluste und ist schwer angeschlagen. Das einst gefeierte Konzept des Vielmarken-Konzerns, zu dem auch Fiat, Peugeot und Jeep gehören, ist gescheitert.

Bei Autoherstellern ist man Milliardensummen gewohnt. Mal sind es Milliardengewinne, und wenn es schlecht läuft, auch mal Milliardenverluste. So ist das in einer Branche, in der nicht in Cents abgerechnet wird. Der französisch-italienisch-deutsch-amerikanische Autokonzern Stellantis aber hat nun im vergangenen Jahr 22,3 Milliarden Euro verloren, und das ist selbst für diese Szene bemerkenswert. Schuld daran seien vor allem Abschreibungen auf die Elektroautostrategie des Unternehmens gewesen, so der Konzern. Da US-Präsident Donald Trump finanzielle Kaufanreize für Elektroautos aus dem Programm genommen und Abgasregelungen zurückgedreht hat, ist die große Elektroautostrategie des Unternehmens erst einmal krachend gescheitert. Jetzt will Stellantis den großen U-Turn machen, weniger Elektromodelle bauen und wieder mehr auf Verbrennerantriebe setzen. Aber das wird nicht reichen, um die Probleme zu lösen.

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