Chemie-Industrie:Zweifel am Kohleausstieg

Chemie-Industrie: Ein Covestro-Mitarbeiter prüft eine Anlage des Chemiekonzerns in Dormagen in Nordrhein-Westfalen. Der Dax-Konzern leidet unter hohen Energiepreisen.

Ein Covestro-Mitarbeiter prüft eine Anlage des Chemiekonzerns in Dormagen in Nordrhein-Westfalen. Der Dax-Konzern leidet unter hohen Energiepreisen.

(Foto: INA FASSBENDER/AFP)

Markus Steilemann ist Vorstandschef des Kunststoffherstellers Covestro und Präsident des Chemieverbands. Er hält einen schnellen Verzicht auf die klimaschädlichen Kraftwerke für unrealistisch. Eine Meinung, mit der er in der deutschen Industrie nicht alleine da steht.

Von Björn Finke, Leverkusen

Markus Steilemann bemüht den rhetorisch arg strapazierten Bierdeckel. Würde er eine Rechnung auf diesen Untersetzer kritzeln, käme er zum Schluss, dass es in Deutschland "nicht für den Kohleausstieg im Jahr 2030 reichen" werde, sagt der Vorstandschef des Kunststoffherstellers Covestro. Steilemann spricht am Donnerstag in der Leverkusener Zentrale des Dax-Konzerns, er präsentiert eine durchwachsene Jahresbilanz für die Firma mit gut 17 000 Beschäftigten. Doch das Wort des 53-Jährigen hat auch in Energiefragen Gewicht, schließlich ist Covestro ein großer Strom- und Gasverbraucher, und Steilemann ist Präsident des Verbands der Chemischen Industrie (VCI).

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