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Verbraucherpreise:Die Mogelpackungen

Manche Hersteller verärgern die Kunden, indem sie den Verpackungsinhalt reduzieren, aber den Preis nicht senken. Neuerdings gibt es aber noch einen weiteren Trick. In Bildern.

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Mogelpackungen

Quelle: SZ-Graphik: Hanna Eiden

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Eine neue Generation der Mogelpackungen ist auf dem Markt. Die Packungsgrößen können Produzenten schon seit einem Jahr frei wählen, doch jetzt hat die Verbraucherzentrale Hamburg Unternehmen ertappt, die schon zum zweiten Mal die Verpackungsgröße kreativ neugestalten. Zum Beispiel die feuchten Toilettentücher von Hakle bei Schlecker. Der Preis beträgt seit Jahren 1,99 Euro, doch im Februar 2005 waren noch 70 Stück in einer Packung, dann nur noch 49 und mittlerweile nur noch 42 Stück. Preissteigerung: 66,7 Prozent. "Wir beobachten mit Sorge die zweite Generation der Preiserhöhungen auf dem Markt", sagt ein Sprecher der Verbraucherzentrale Hamburg.

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Besonders abgebrüht: Manche Firmen verringern nicht nur den Inhalt, sondern wollen dafür dann auch noch mehr Geld. Wie bei den Pringels Original von Procter & Gamble, gesehen bei Rewe. Ende 2006 gab es noch eine 200-Gramm-Packung Chips für 1,59 Euro. Dann sank die Füllmenge erst auf 170, jetzt auf 165 Gramm - und der Preis wurde auf 1,99 Euro gesetzt.

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Ähnlich verknuspert wird der Verbraucher bei M&M's. Von den Erdnüssen gab es einst bei Netto 320 Gramm für 1,99 Euro. Die Leckerei von Mars wurde dann in einer 300-Gramm-Packung für den gleichen Preis verkauft. Aber nun sind es nur noch 285 Gramm - für 2,49 Euro.

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Eine weitere Methode, mit der die Hersteller die Kunden verärgern: Scheinbar großzügig erhöhen sie die Verpackungsgrößen und kündigen das auch noch vollmundig an. "20 Prozent mehr Inhalt", schreibt beispielsweise Palmolive von Colgate auf seine Packung. Das Volumen des Geschirrspülmittels stieg bei Rossmann tatsächlich von 500 auf 600 Milliliter - doch gleichzeitig erhöhte sich der Preis von 85 Cent auf 1,65 Euro. Das ist beinahe eine Verdoppelung.

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Calgonit Geschirrspültabs kosteten bei Hit einst 9,99 Euro - dafür gab es 100 Tabs. Die Menge wurde zuerst auf 88 Stück runtergeschraubt, jetzt sind nur noch 80 Tabs in einer Packung. Dafür kosten diese auch 10,99 Euro. Die Hersteller verteidigen solche Preiserhöhungen mit gestiegenen Rohstoffpreisen oder verbesserten Produkten. Außerdem hätten Kundenbefragungen gezeigt, "dass die Mehrheit der Konsumenten eine Mengenreduzierung gegenüber einer Preiserhöhung vorzieht", sagte ein Unternehmen der Verbraucherzentrale.

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Viele Verbraucher bemerken erst zu Hause, wenn die neue Packung neben der alten steht, dass weniger drin ist als früher. Wie bei dieser Nivea Cremeseife, die es früher als 150-Gramm-Stück für 79 Cent bei Reichelt gab, aktuell aber nur noch als 100-Gramm-Version für 69 Cent. Der Preis ist zwar auch gesunken, trotzdem bleibt eine deutliche Preiserhöhung.

© sueddeutsche.de/aum/bbr
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