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Statistisches Bundesamt:Billige Zeiten

Der Absturz der Ölpreise drückt die Inflation auf das Niveau von 2009, so die Statistiker. Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im vergangenen Jahr nur noch um durchschnittlich 0,3 Prozent.

Von Markus Balser, Berlin

Der Absturz der Ölpreise hat die Inflation in Deutschland im vergangenen Jahr auf das niedrige Niveau des Krisenjahres 2009 gedrückt. Die Verbraucherpreise stiegen 2015 im Vergleich zum Vorjahr nur um durchschnittlich 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Vor einem Jahr lag die Inflation noch bei 0,9 Prozent. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen war das Tanken im gesamten Jahr beispielsweise um knapp zehn Prozent billiger als im Vorjahr. Heizöl kostete im Jahresschnitt etwa ein Viertel weniger als noch 2014. Was Verbraucher in Deutschland freut, bereitet Währungshütern in Europa allerdings zunehmend Sorgen. Sie halten die geringe Inflation für eine Gefahr für die europäische Konjunktur. Denn Konsumenten wie Unternehmen könnten sich in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise bei Ausgaben und Investitionen zurückhalten, so die Befürchtung von Ökonomen. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt deshalb mittelfristig eine Teuerung von knapp unter zwei Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke.

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