Wirtschaftsstandort:Deutschland ist nicht mehr zu retten? Von wegen

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(Foto: Imago, Logo: Christian Tönsmann, Collage: Esther Driehaus)

Die deutsche Wirtschaft kritisiert die Regierung so deutlich wie lange nicht. Das trifft den Wirtschaftsminister, den Kanzler - und sogar der ganze Standort steht infrage. Was jetzt zu tun ist.

Von Caspar Busse, Thomas Fromm, Claus Hulverscheidt, Lisa Nienhaus und Stephan Radomsky

Wenn man die Firma verkauft, die der eigene Ururgroßvater vor 160 Jahren gegründet hat, dann ist das kein leichter Schritt. Hans Helmuth Schmidt hat es trotzdem getan. Sein mittelständisches Chemieunternehmen, die CWS Lackfabrik mit 350 Mitarbeitern, hat der 65-Jährige vor einem Jahr verkauft, an eine große japanische Firma. Ein "emotionaler und schmerzvoller Schritt" sei das gewesen, so erzählt es Schmidt am Telefon. Aber zuletzt ging es nicht mehr. Die Regulatorik in der Chemie werde in Deutschland immer komplexer, sagt Schmidt. "Das überfordert kleinere Unternehmen." Deshalb der Verkauf. Und dann fügt Schmidt an: "Prinzipiell kann Deutschland ein rattenscharfer Standort sein, aber nicht mehr für Chemie."

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