Unternehmen:Deutschlands Manager, das heimliche Standortproblem

Unternehmen: Mein bester Freund, der Aufsichtsratschef: Kritikern zufolge werden Chefposten zu selten nach Leistung besetzt und zu oft nach Beziehung.

Mein bester Freund, der Aufsichtsratschef: Kritikern zufolge werden Chefposten zu selten nach Leistung besetzt und zu oft nach Beziehung.

(Foto: Collage: Christian Tönsmann/Foto: Imago/Getty Images)

Vorstandschefs schimpfen gerne über die Politik. Über ihr eigenes Versagen sprechen sie eher ungern. Dabei ist die Mittelmäßigkeit in vielen Chefetagen längst ein Risiko für den Standort Deutschland.

Essay von Meike Schreiber, Frankfurt

Das Wehklagen über den Standort Deutschland gehört seit Monaten zum Standardelement der Reden von Unternehmensführern: Die Energiepreise zu hoch, die Bürokratie überbordend, die Politiker unfähig. Nur über eines sprechen sie eher ungern: ihre eigenen Fehler. Es ist schließlich immer einfacher, Probleme mit "den Umständen" zu begründen. Die Politik aber ist nicht das einzige Standortrisiko, auch viele Konzernlenker in Deutschland gehören dazu: Sie verschlafen die E-Mobilität, stürzen sich in riskante Übernahmen oder setzten viel zu lange auf russisches Gas, statt ihre Lieferanten zu diversifizieren. Ist womöglich das Versagen in den Chefetagen der wahre Grund für Deutschlands Abstieg?

Zur SZ-Startseite

SZ PlusElektromobilität
:Tesla ruft zwei Millionen Autos zurück

Die Autopilot-Funktion des Unternehmens ist auffällig häufig in Unfälle verwickelt. Deshalb muss Tesla nun fast alle seine Fahrzeuge auf US-Straßen mit einem Software-Update ausstatten.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: