HandelskriegEU will Stahlindustrie mit höheren Zöllen schützen

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Rollen mit Stahlblech: Die Branche leidet unter der schwachen Konjunktur und billigen Importen.
Rollen mit Stahlblech: Die Branche leidet unter der schwachen Konjunktur und billigen Importen. Sean Gallup/Getty Images

Die EU-Kommission will Stahlimporte deutlich verteuern. Die Branche soll nicht länger unter US-Zöllen und chinesischen Subventionen leiden. Doch die Behörde trifft damit auch Deutschlands Autohersteller.

Von Jan Diesteldorf und Björn Finke, Brüssel/Düsseldorf

Es ist eine Zäsur für Europas Handelspolitik: Die EU-Kommission war lange eine Vorkämpferin für Freihandel und niedrige Zölle, zumindest bei Industriegütern. Doch jetzt hebt die Brüsseler Behörde die Zölle für Stahlimporte deutlich an. Dies soll die Stahlpreise in Europa erhöhen und den kriselnden Herstellern helfen. Die bisher geltenden Quoten für zollfreie Einfuhren sollen halbiert werden, auf 18,3 Millionen Tonnen jährlich, wie die Kommission am Dienstag mitteilte. Nach Überschreiten der Quote würden künftig Einfuhrzölle von 50 Prozent anstatt 25 Prozent wie bislang fällig, sollten die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament den Vorschlag der Behörde billigen. Dieser verlangt von Importeuren auch klare Herkunftsnachweise für Stahlerzeugnisse, um Tricksereien zu verhindern.

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