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Stärkster Rückgang seit 2009:Deutschlands Exporte brechen ein

  • Die deutschen Exporte brechen so stark ein wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr.
  • Statistiker warnen, die Zahlen überzubewerten: Die Ferien seien Schuld.

Einbruch um fast sechs Prozent

Deutschlands Exporte sind im August eingebrochen. Im Vergleich zum Vormonat Juli gingen die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 5,8 Prozent zurück, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Das ist der höchste monatliche Rückgang seit Januar 2009, also seit mehr als fünfeinhalb Jahren. Im Vergleich zum August 2013 gingen die Exporte um ein Prozent zurück.

Noch im Juli führten die Unternehmen Waren im Wert von 101 Milliarden Euro aus. Im August erreichte dieser Wert nur 84,1 Milliarden Euro. Bereinigt von Saisonschwankungen ist der Unterschied nicht mehr ganz so deutlich: Die Konzerne exportierten demnach im Juli Waren im Wert von 98,3 Milliarden Euro - und im August im Wert von 92,6 Milliarden Euro.

Auch die Importe sanken dem Statistischen Bundesamt zufolge in diesem August - im Vergleich zum Vormonat betrug der Rückgang 1,3 Prozent. Im Vergleich zum August 2013 gingen die Importe um 2,4 Prozent zurück.

Rückgang wegen Sommerloch

Ein Grund für den Exporteinbruch sei die späte Lage der Sommerferien in vielen Bundesländern gewesen, sagen die Statistiker. Viele Hersteller produzieren in der Hauptferienzeit weniger und verschicken auch weniger Waren. Ökonomen gehen auch davon aus, dass die schärferen Sanktionen gegen Russland Folgen haben. Sie betreffen beispielsweise Rüstungsgüter und Hochtechnologie-Geräte.

© Süddeutsche.de/AFP/sana/hgn

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