MeinungEssayWie viel Geld braucht der Staat, und bei wem soll er vorrangig kassieren?

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Essay von Markus Zydra, Frankfurt

Lesezeit: 5 Min.

(Foto: Imago / Collage: SZ)

Es ist höchste Zeit, die Staatsfinanzen zukunftssicher und fair umzubauen. Die Superreichen, die in den vergangenen Jahrzehnten am meisten profitierten, sollten künftig die Hauptlast bei Steuern und Beiträgen stemmen. Dazu gehört auch eine clevere KI-Steuer.

Kriege sind furchtbar und teuer. Die enormen Kosten für Soldaten und Waffen, die nötig waren, um Nazi-Deutschland zu besiegen, ließen sich nicht allein aus laufenden Steuereinnahmen decken. Nach dem Zweiten Weltkrieg standen die USA, Großbritannien und Frankreich vor gewaltigen Schuldenbergen. Der Wirtschaftsboom der 1950er- und 1960er-Jahre sowie eine moderate Inflation schmolzen diese Schulden allmählich ab. Heute jedoch nähert sich die durchschnittliche Staatsverschuldung der Industriestaaten ihrem höchsten Stand in Friedenszeiten. Seit der Jahrtausendwende steigt der Geldhunger der Regierungen: Zuerst kam die Finanzkrise 2008, dann ab 2020 die Corona-Pandemie, die viel Staatsgeld verschlang. Nun belasten weitere Aufgaben die Kassen – Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur sowie die explodierenden Rentenkosten für die Babyboomer-Generation müssen auf Pump finanziert werden.

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