Live-Wetten:Wer glaubt da noch an Zufall

Lesezeit: 6 min

Live-Wetten: Hochbetrieb im Stadium Swim in Las Vegas an einem heißen Tag im vergangenen Sommer.

Hochbetrieb im Stadium Swim in Las Vegas an einem heißen Tag im vergangenen Sommer.

(Foto: RONDA CHURCHILL/AFP)

Das Geschäft mit Livewetten boomt, und alle wollen dabei sein: TV-Sender, Tech-Firmen, mächtige Sportverbände. Über eine Branche, die es rausgeschafft hat aus der Schmuddelecke - und auf dem Weg ist, eine Art neue Börse zu werden.

Von Jürgen Schmieder, Los Angeles

Es gibt den einen Typen im Stadium Swim in Las Vegas, der fällt auf - weil er nicht auffällt. Die anderen 3999 Gäste im größten Wettbüro der Welt plantschen in sechs Swimmingpools vor einer 530-Quadratmeter-Leinwand, auf der gleichzeitig vier Basketball-Partien zu sehen sind. Sie bejubeln oder befluchen jede einzelne Aktion, lassen sich von Frauen in Bikinis mit Champagner besprühen und zahlen 25 Dollar pro Mass Bier. Dieser eine Typ aber sitzt mit Laptop und Handy bewaffnet in einer Hütte im Schatten, völlig emotionslos; auf dem Shirt steht: "Good teams win, great teams cover" - gute Teams siegen, großartige sorgen für den richtigen Vorsprung. Weil Zocker dann gewinnen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
MSCI World
Der Schummel-Index, dem Anleger vertrauen
Renault Megane E-Tech Electric im Test
Das Auto, das keinen Regen mag
"Die Ärzte"
"Ach, Randale. Nee, keine Ahnung"
nora tschirner
Kino
»Meine Depression war eine gesunde Reaktion auf ein krankes System«
Frau
Narzissmus
"Er dressierte mich wie einen Hund"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB