Epstein-AffäreWarren Buffett will erst mal kein Geld mehr an Gates' Stiftung spenden

Sie waren mal gute Milliardärs-Freunde: Investoren-Legende Warren Buffett und Microsoft-Gründer Bill Gates (Archivbild von 2017). Seit Gates aber in den Epstein-Files aufgetaucht ist, hält Buffett Abstand. Auch finanziell.
Sie waren mal gute Milliardärs-Freunde: Investoren-Legende Warren Buffett und Microsoft-Gründer Bill Gates (Archivbild von 2017). Seit Gates aber in den Epstein-Files aufgetaucht ist, hält Buffett Abstand. Auch finanziell.
ED ZURGA/IMAGO/EPA

Der legendäre Investor hat immer gern und viel für die Stiftung des Microsoft-Gründers gegeben. Doch dessen Verbindungen zu Jeffrey Epstein setzen dem Geldsegen ein vorläufiges Ende.

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Der legendäre US-Investor Warren Buffett will binnen acht Jahren seine restliche Beteiligung an seiner Holding Berkshire Hathaway komplett spenden. Dafür sollen die Aktien beschleunigt an wohltätige Stiftungen seiner Familie übertragen werden, wie der 95-jährige Buffett ankündigte.

Zum ersten Mal in zwei Jahrzehnten ging die Stiftung des Microsoft-Mitgründers Bill Gates bei Buffetts jährlicher Aktienspende leer aus. Die Anteile gingen stattdessen an die Stiftungen seiner drei Kinder sowie eine, die den Namen seiner verstorbenen Ehefrau trägt. Diese Organisationen sollen auch die verbliebene Beteiligung bekommen.

Buffett hatte im März gesagt, er wolle mit seinem langjährigen Freund Gates erst wieder sprechen, wenn es Klarheit über die Kontakte des Microsoft-Mitgründers zum berüchtigten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gebe. Gates’ Name tauchte wiederholt in E-Mails von Epstein auf, die vor einigen Monaten veröffentlicht worden waren.

Über Jahre Milliarden für Gates-Stiftung

Buffett hatte schon vor Jahren angekündigt, seine gesamte Beteiligung an Berkshire Hathaway für wohltätige Zwecke zu spenden. Die Gates-Stiftung war in den vergangenen Jahren der größte Empfänger der Spenden und erhielt von ihm Aktien im Wert von etwa 47 Milliarden Dollar.

Buffett hatte zum Jahreswechsel im Alter von 95 Jahren die Führung der Holding abgegeben. Er hatte die kleine Textilfirma Berkshire in den 1960er-Jahren gekauft und sie in eine erfolgreiche Investmentgesellschaft verwandelt.

Buffetts Gespür für gute Geschäfte sorgte dafür, dass Berkshires Investitionen in verschiedene Unternehmen sich über die Jahre deutlich besser entwickelten als der Aktienmarkt im Durchschnitt. Die Investment-Philosophie dahinter: Bei aussichtsreichen Unternehmen zu guten Preisen einzusteigen.

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