Public-Pay-StudieWas Sparkassen-Vorstände verdienen

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Die Chefs der Sparkassen führen die Liste der Top-Verdiener von öffentlichen Unternehmen an.
Die Chefs der Sparkassen führen die Liste der Top-Verdiener von öffentlichen Unternehmen an.
Soeren Stache/dpa

Bei fast 440 000 Euro liegt das mittlere Gehalt eines Top-Managers bei der Sparkasse. Eine Studie zeigt: Das ist überdurchschnittlich viel, verglichen mit den Managern anderer öffentlicher Unternehmen.

Von Sebastian Schmidt

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Die Sparkassen sparen nicht bei den Gehältern ihrer Vorstände. Die Spitzenkräfte dort verdienen überdurchschnittlich viel, verglichen mit den Vorständen anderer öffentlicher Unternehmen. Darunter fallen etwa Krankenhäuser, Verkehrsunternehmen, Energieversorger, Stadtwerke und die Betreiber von Flug- und Seehäfen. Das zeigt die „Public-Pay-Studie 2026“ der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen.

Bei den Managerinnen und Managern der Sparkasse lag der Medianverdienst 2024 – auf dieses Jahr beziehen sich alle Anlagen in der Studie – bei 439 000 Euro pro Jahr. Der Median ist ein Wert, der genau in der Mitte der statistischen Gruppe liegt, eine Hälfte des Spitzenpersonals verdiente mehr als diesen Betrag, die andere Hälfte weniger.

Die Median-Gehälter des Sparkassen-Spitzenpersonals lagen damit um fast 100 000 Euro über jenen der Geschäftsführer von Flug- und Seehäfen. Und sie lagen sogar knapp 200 000 höher als die Top-Gehälter beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Allerdings gibt es starke Schwankungen. Am besten verdienten die Chefs sehr großer Sparkassen, etwa Alexander Wüerst von der Sparkasse Köln, Ulrich Voigt von der Sparkasse Köln/Bonn oder Dirk Schaufelberger von der Sparkasse Dortmund. Ihre Gehälter lagen zwischen 800 000 Euro und knapp über einer Million Euro.

Viele öffentliche Vorstände machen erst gar nicht mit

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband kritisiert die Studie. Dabei würden „Äpfel mit Birnen“ verglichen, weil man verschiedene Branchen „in einen Topf wirft“, sagte ein Sprecher. Die Gehälter der Bankvorsitzenden seien ein „Marktstandard“, der zeige, wie anspruchsvoll eine Führungsposition in dieser Branche sei.

Die Autorinnen und Autoren der Public-Pay-Studie, die jedes Jahr veröffentlicht wird, sind darauf angewiesen, dass die Manager ihnen ihr Gehalt verraten. Der Verwaltungswissenschaftler und Ökonom Ulf Papenfuß, der an der Studie beteiligt ist, betont die Wichtigkeit dieser Offenheit. „Die Demokratie steht unter Druck und öffentliche Institutionen sind gut beraten, Vertrauen durch Transparenz aufzubauen“, sagte Papenfuß der SZ.

So hätten sämtliche Manager im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ihr Gehalt den Forscherinnen und Forschern offengelegt. In anderen Branchen war die Quote deutlich geringer. Nur bei knapp 20 Prozent lag sie bei kommunalen Betrieben, auf Bundes- und Landesebene waren es immerhin 46 Prozent.

Von den Sparkassen hat etwa jeder dritte befragte Manager kooperiert. Der Verbandssprecher betont, es sei üblich, die Ausgaben für die Gehälter des gesamten Vorstandes im Geschäftsbericht der jeweiligen Sparkasse zu veröffentlichen. Das individuelle Gehalt anzugeben, sei dagegen eine freiwillige Entscheidung der einzelnen Vorstände.

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