Sparen japanischer Art:Mitsubishi halbiert Manager-Gehälter

Der schwer angeschlagene japanische Autobauer verschärft seinen Sparkurs.

Die Managergehälter sollen zwischen 25 und 50 Prozent gekürzt werden. Auch die Ausgaben für Werbung, Dienstreisen, Forschung und Verwaltung werden gekürzt.

Die Masse der Beschäftigten muss in den nächsten zwei Jahren Lohnkürzungen bis zu 5 Prozent hinnehmen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Auch Beihilfen für pensionierte Direktoren und der Jahresbonus für die Mitarbeiter fallen dem Rotstift zum Opfer.

Schulden von 7,5 Milliarden Euro

Mitsubishi, an dem DaimlerChrysler zu 37 Prozent beteiligt ist, wurde zuletzt schwer von Vertuschungsskandalen und Rückrufaktionen gebeutelt, die Verkaufszahlen brachen ein.

Der Konzern rechnet nach eigenen Angaben für das laufende und kommende Geschäftsjahr mit einem weiteren Verlust von 60 Milliarden Yen (umgerechnet rund 450 Millionen Euro). Mit dem Sparplan sollen die Kosten 2004 und 2005 um 550 Millionen Euro gesenkt werden.

Mitsubishi wird von einer Schuldenlast von umgerechnet 7,5 Milliarden Euro gedrückt. Im Mai hatte der Konzern, zu dem auch Schwerindustrie- und Bankunternehmen gehören, bereits angekündigt, knapp 11.000 Stellen zu streichen - rund ein Viertel seiner weltweiten Mitarbeiterzahl. Außerdem soll eine Autofabrik in Japan geschlossen werden.

Eine Finanzspritze von rund 3,4 Milliarden Euro von verschiedenen Investoren soll dem Konzern wieder auf die Beine helfen.

DaimlerChrysler hatte sich jedoch im April von der Sanierung des angeschlagenen Konzerns zurückgezogen, hält aber immer noch 37 Prozent der Aktien.

© sueddeutsche.de/AP
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