Soziale Marktwirtschaft:Der wirtschaftspolitische Markenkern des Landes

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Die soziale Marktwirtschaft wurde 1990 im Vertrag zur Wiedervereinigung als gemeinsame Wirtschaftsordnung festgeschrieben. (Foto: Lina Moreno/SZ, Imago Images)

Wie viel Markt und wie viel Sozialstaat es sein sollen, darüber streitet die Ampelkoalition besonders laut. Das ist richtig, denn die Mischung muss immer wieder neu austariert werden.

Kommentar von Henrike Roßbach

Wer auf "die Wirtschaft" schimpft, hat oft nicht verstanden, dass es "die Wirtschaft" nicht gibt - jedenfalls nicht in Gestalt einer abgekapselten Welt für sich. "Die Wirtschaft", das sind nicht die da oben, sondern alle zusammen: Arbeiter und Angestellte, Selbständige, Unternehmer, Gründer, Forscher und Kunden. Die soziale Marktwirtschaft ist dabei erst recht eine Ordnungsidee für die gesamte Gesellschaft: Der Staat legt den Rahmen fest, innerhalb der gesetzten Regeln treffen Unternehmen und Verbraucher freie Entscheidungen - wer stolpert, wird aufgefangen von einem sozialen Netz.

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