Sinkende Produktion Hurrikan "Sandy" bremst US-Wirtschaft

Der Hurrikan hat nicht nur ganze Landstriche verwüstet, auch die amerikanische Wirtschaft hat mit den Folgen des Sturms zu kämpfen. Die Unternehmen haben ihre Produktion wegen "Sandy" deutlich gedrosselt.

Viele Menschen an der Ostküste der USA haben noch immer mit den Folgen von Hurrikan "Sandy" zu kämpfen. Mindestens 110 Menschen kamen ums Leben, Zehntausende wurden obdachlos. Die Schäden könnten bis zu 50 Milliarden Dollar erreichen. Etwas mehr als zwei Wochen nach der Sturmkatastrophe hat die amerikanische Notenbank Federal Reserve nun die Folgen für die Wirtschaft ausgerechnet.

"Sandy" hat demnach die Produktion der US-Unternehmen im Oktober deutlich gebremst. Sie drosselten ihren Ausstoß um 0,4 Prozent im Vergleich zum September.. Experten hatten ein Plus von 0,2 Prozent erwartet. Die Notenbank gab bekannt, die Folgen des Sturms hätten die Produktion um fast einen Prozentpunkt gedrückt. Die Industrie stellte 0,9 Prozent weniger her, die Energieversorger meldeten einen Rückgang um 0,1 Prozent.

Ob "Sandy" die US-Wirtschaft auch langefristig beeinträchtigt, ist aber fraglich. "Sandy wird wahrnehmbare, aber vorübergehende Folgen für die US-Wirtschaft haben", hatte Ryan Sweet, Ökonom bei der Agentur Moody's, unmittelbar nach dem Sturm prophezeit. Die Folgen für die Wirtschaftsleistung seien eher klein, weil Schäden und Ausfälle durch andere Aktivitäten wie die Schritte zum Wiederaufbau ausgeglichen würden.

Wegen des Sturms hatte sogar die Börse in New York schließen müssen. Erstmals seit einem Blizzard im Jahr 1888 konnte an der Wall Street nicht gehandelt werden.