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Reden wir über Geld:"Der Berg ist kein Therapiegerät"

Silvia Huber, die "wilde Kaiserin", organisiert auf ihrer Hütte Seminare mit Titeln wie: "Schön langsam", denn: "Die Leute wollen immer mehr Zeit für sich, aber sie gönnen es sich nicht".

(Foto: Kufsteiner Land/Lolin)

Hüttenwirtin Silvia Huber weiß, was zu tun ist, wenn Wanderer mit Tunnelblick bei ihr einkehren, warum Kaiserschmarrn ein gutes Geschäft und Frauensolidarität so wichtig ist.

Wer Silvia Huber treffen will, muss zwei Stunden durchs Kaisertal bei Kufstein wandern, an dessen Ende sie eine Schutzhütte mit Bergsteigerschule betreibt. Die 56-Jährige könnte die ältere Schwester von Pippi Langstrumpf sein: ein Schuh grün, der andere rot. Und auch sonst macht sie vieles so, wie es ihr gefällt. Am Geländer der Hütte flattern bunte Fahnen, wer seine Buchung absagt, wird gebeten, statt einer Stornogebühr für Hilfsprojekte in Nepal zu spenden. Auf der Speisekarte steht glutenfreier Buchweizenkuchen statt Apfelstrudel. Am Nachmittag macht Silvia Huber eine Pause und setzt sich mit einem Espresso in die Gaststube.

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