30 Tonnen flüssiges Eisen, 1350 Grad heiß, schwimmen in einem imponierenden Gefäß. Diese sogenannte Pfanne, die eher wie ein gewaltiger Becher aussieht, wird von einem Kran angehoben. Ein Arbeiter in silbrig glänzendem Schutzanzug dreht an einem Rad. Prompt neigt sich die Pfanne, und das Eisen fließt plätschernd in eine Gussform. Sofort erfüllt ein Funkenregen die Fabrikhalle im niederrheinischen Krefeld. Hier, in einer der größten Gießereien Deutschlands, entsteht gerade ein Teil für eine mächtige Presse, die in der Kunststoffindustrie gebraucht wird.
Energieintensive IndustrieDie Hütte brennt
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Deutschlands Gießereien stecken in der Krise, genau wie die übrigen Industriezweige, die viel Energie verbrauchen.Ein Mittelständler aus Krefeld ist enttäuscht von der Regierung – und hilft sich nun selbst.
Von Björn Finke, Krefeld
