Vor dem großen Interview saß Roland Busch noch auf der Bühne des SZ-Wirtschaftsgipfels. Thema des Panels: Schafft Deutschland die Wende? Der Siemens-Chef ist dafür kein schlechter Gesprächspartner. Er arbeitet seit mehr als drei Jahrzehnten für einen der wichtigsten Konzerne des Landes, hat erlebt, wie dieses einstige Industriekonglomerat im Laufe der Jahre immer mehr zerlegt wurde. Heute ist das 1847 gegründete Industrieunternehmen eine Art Digitalkonzern mit Schwerpunkt Automatisierung und KI. Eine Strategie, die offenbar aufgeht: Gerade erst legte Busch für Siemens einen Rekordgewinn von über zehn Milliarden Euro vor. Mögen sie in anderen Branchen von Krise reden, bei den Münchnern läuft es. Und auch wenn er in letzter Zeit öfter mal eine schwarze Lederjacke trug, wenn er auf der Bühne stand, beim SZ-Wirtschaftsgipfel trägt er lieber Anzug und Hemd. Aber immerhin – über schwarze Lederjacken spricht er dann doch.
Siemens-Chef Roland Busch im Interview„Wir müssen als Industrie jetzt laut sein“
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Zu viel Regulierung, zu viel Bürokratie, zu wenig Wachstum: Siemens-Chef Roland Busch geht hart mit der Politik ins Gericht. Im SZ-Interview fordert der Manager Reformen – und erklärt, warum in den USA einiges besser läuft als hier.
Interview von Thomas Fromm und Alexander Mühlauer, Berlin