Siemens Geschäfte im Irak

Im Ringen mit dem US-Konkurrenten General Electric um den Aufbau der Stromversorgung im Irak hat Siemens einen Teilerfolg erzielt. Der Technologiekonzern erhält den Zuschlag für Aufträge im Wert von rund 700 Millionen Euro, teilte Siemens-Chef Joe Kaeser mit. Er unterzeichnete in Berlin mit der irakischen Regierung eine "Umsetzungsvereinbarung" zu einer "Roadmap" für eine umfassenden Wiederherstellung des Energiesektors im Irak. Die Vereinbarung umfasst den Bau eines Gaskraftwerks mit einer Leistung von 500 Megawatt in Zubaidiya. Iraks Premierminister Abdel Mahdi sagte, die "Roadmap" bestehe aus insgesamt vier Etappen mit einem Umfang von insgesamt rund 14 Milliarden Dollar. Siemens habe gute Chancen, den Zuschlag für "einen großen Teil von diesen Projekten" zu erhalten. Die schlechte Stromversorgung hat im Irak schon häufiger für politische Spannungen gesorgt. Aufgrund der jahrelangen Kriege und Konflikte liegt die Stromversorgung in dem Land nahezu brach.