VerteidigungSöder und Pistorius streiten um Rüstungsmesse

Lesezeit: 4 Min.

Einsatzkräfte trainieren auf der Enforce Tac in Nürnberg.
Einsatzkräfte trainieren auf der Enforce Tac in Nürnberg.
Dwi Anoraganingrum/Imago/Panama Pictures

Nürnberg oder Hannover? Beide Städte liegen im Clinch darüber, wo künftig das größte Event der Rüstungsbranche stattfindet. In Bayern argwöhnt man, der Verteidigungsminister bevorzuge seinen Wahlkreis.

Von Uwe Ritzer, Nürnberg/Hannover

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Noch ehe Wolodimir Selenskij im Februar die Sicherheitskonferenz in München besuchte, führte ihn sein Weg nach Gauting. Gemeinsam mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius besuchte er den Drohnenhersteller Quantum Systems, im kleinen Kreis und ohne andere Spitzenpolitiker. Der Verdruss darüber hielt sich bei Ministerpräsident Markus Söder und der bayerischen Staatsregierung in Grenzen; für sie überwog das Signal, das von Selenskijs Abstecher ausging. Er war wieder ein Beleg dafür, dass Bayern der wichtigste Standort in der Rüstungswirtschaft sei. Mehr als 30 Prozent der deutschen Hersteller seien im Freistaat angesiedelt, rechnen bayerische Politiker gerne vor, Tendenz steigend.

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