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Elektromobilität:Bei Shell kann man künftig E-Autos aufladen

Shell

Die bundesweit 50 Ladesäulen sollen nur der Anfang sein, heißt es in einer Shell-Mitteilung.

(Foto: dpa)
  • Shell wird als erster Tankstellen-Konzern in Deutschland in größerem Umfang Ladesäulen für Elektroautos anbieten.
  • Das Unternehmen will zunächst 50 Ladesäulen aufstellen, an denen Kunden in sechs bis acht Minuten den Strom für 100 Kilometer laden können.
  • Eine flächendeckende Lade-Infrastruktur gilt als Voraussetzung für eine Verbreitung der Elektromobilität.

Der Energiekonzern Shell will noch in diesem Jahr bundesweit 50 Ladesäulen mit 100 Ladepunkten an seinen Tankstellen errichten. Die Ladeleistung soll so hoch sein, dass ein Elektroauto in wenigen Minuten genug Strom für eine Fahrleistung von 100 Kilometern aufnehmen kann. Damit ist Shell der erste Tankstellen-Konzern, der in größerem Umfang Ladesäulen anbietet, wenngleich zunächst nur ein kleiner Teil der insgesamt etwa 2000 Shell-Stationen aufgerüstet wird. Das soll jedoch nur der Anfang sein, heißt es in der Shell-Mitteilung.

Bislang halten sich die Tankstellen beim Bau von E-Ladesäulen zurück, weil lange Ladezeiten von 30 Minuten oder mehr nicht zum Konzept der Stationen passen. Der Ausbau des Ladesäulen-Netzes wird eher von Energieversorgern und auf kommunaler Ebene vorangetrieben. Bundesweit gab es Ende März nach Angaben des Branchenverbandes etwa 17 400 Ladepunkte für Elektroautos. Vor allem außerhalb der Großstädte ist das Netz noch dünn und müsste weiter ausgebaut werden, wenn die Elektromobilität zunehmen soll.

Eine flächendeckende Lade-Infrastruktur ist Voraussetzung

E-Autos haben in Deutschland nach wie vor einen sehr geringen Marktanteil. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) lag der Bestand an Elektroautos im vergangenen Jahr erst bei etwa 83 000 Fahrzeugen und der an Hybrid-Pkw bei etwa 341 000 Autos - bei einem Gesamtbestand von 57,3 Millionen Kraftfahrzeugen in Deutschland.

Deutlich mehr E-Autos gelten jedoch als immens wichtig, um Deutschlands Klimaziele im Verkehr 2030 zu erreichen. Eine flächendeckende Lade-Infrastruktur gilt jedoch zunächst als Voraussetzung, um E-Autos millionenfach auf die deutschen Straßen zu bringen.

Shell arbeitet beim Aufbau des Ladesäulen-Netzes mit dem Stromkonzern EnBW zusammen. Geplant seien Schnellladesäulen mit einer Leistung von 150 Kilowatt und mehr. Je nach Fahrzeug könnten zwei E-Autos gleichzeitig den Strom für 100 Kilometer in sechs bis acht Minuten laden oder ein Fahrzeug in drei bis vier Minuten. Weltweit hat Shell bereits in Großbritannien, den Niederlanden und China Erfahrungen mit E-Ladesäulen gesammelt.

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