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Reden wir über Geld:"Ich habe keinen festen Wohnsitz"

"Ich bin da mitnichten naiv rangegangen", sagt Pia Klemp. Trotzdem war sie überrascht, als ein Schiff einer zivilen Seenotrettungsorganisation in Italien beschlagnahmt wurde.

(Foto: Lisa Hoffmann)

Pia Klemp hat Tausende Menschen auf dem Mittelmeer gerettet. Nun drohen ihr 20 Jahre Haft. Ein Gespräch über Werte, ihren Alltag und was eigentlich normal ist.

Pia Klemp, 35, sitzt in einem veganen Café in ihrer Heimatstadt Bonn und erklärt, wie sie ohne festes Einkommen überlebt, als ein Mann in Jeansjacke an den Tisch tritt und sagt: "Hey Pia, du bekommst noch Geld von mir." Er hat ein Konzert veranstaltet und will die Einnahmen Klemp und ihren Mitstreitern spenden, die sich "Iuventa 10" nennen. Denn der Kapitänin und Aktivistin, die für verschiedene zivile Seenotrettungsorganisationen Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet hat, droht ein teurer Prozess: Im Sommer 2017 wurde ihr Schiff, die Iuventa, im Hafen von Lampedusa beschlagnahmt, in Italien droht ihr Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Beihilfe zur illegalen Einreise.

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