Schwerin (dpa/mv) - Die „Pürzelprämie“ für jedes erlegte Wildschwein wird um ein weiteres Jagdjahr bis Ende März 2021 verlängert. Die Entschädigung soll die Jagd auf Schwarzwild attraktiver machen, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest einzudämmen. Die Verordnung trat am Donnerstag in Kraft, teilte das Agrarministerium in Schwerin mit. Zuvor hatte die „Schweriner Volkszeitung“ darüber berichtet.
Die Jäger können für jeden Abschuss eines Wildschweins eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro beantragen. Für jeden Jagdhundeeinsatz werden 35 Euro gewährt. Seit vorigem Jahr zahlt das Land zudem eine Entschädigung von 50 Euro, wenn ein verendetes Wildschwein bei den Forst- und Nationalparkämtern in einer sogenannten Konfiskattonne entsorgt worden ist.
Das Land gewährt seit Oktober 2017 Aufwandsentschädigungen für die Schwarzwildjagd. Bisher wurden mehr als drei Millionen Euro an die Jäger gezahlt. Im Jagdjahr 2017/18 schossen sie fast 86 000 Wildschweine, 41 Prozent mehr als im Jagdjahr zuvor. 2018/19 waren es 73 200 Schweine. Damit seien in Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich die meisten Schwarzkittel erlegt worden, obwohl das Land im Vergleich der Jagdflächengröße nur an sechster Stelle steht.
