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Schweden:Plötzlich ein Großauftrag für Saab

Ein Hauch von Hoffnung: Ein Großauftrag aus China könnte es Saab ermöglichen, doch noch die ausstehenden Gehälter zu zahlen. Auch die Zuliefer sollen noch etwas abbekommen.

Ein Großauftrag aus China lässt die Mitarbeiter des angeschlagenen schwedischen Autobauers Saab auf Auszahlung ihrer Löhne und Gehälter hoffen. Das Saab-Mutterunternehmen Swedish Automobile teilte mit, eine chinesische Firma habe Fahrzeuge im Wert von 13 Millionen Euro bestellt.

Saab-Krise immer akuter: Kein Geld für Löhne mehr

Der Saab-Eigentümer Swedish Automobile erklärte in der vergangenen Woche, er verfüge nicht mehr über genügend Finanzmittel, um seine 3.700 Mitarbeiter zu bezahlen - jetzt ist offenbar wieder etwas Geld vorhanden.

(Foto: dpa)

"Wir sind uns völlig sicher, dass das Geld Ende der Woche da ist und wir die Juni-Löhne überweisen können", sagte eine Unternehmenssprecherin. Neben den Löhnen könne damit auch ein Teil der Schulden an Zulieferer beglichen werden.

Der Name des chinesischen Unternehmens wurde nicht genannt. Der Saab-Eigentümer Swedish Automobile erklärte in der vergangenen Woche, er verfüge nicht mehr über genügend Finanzmittel, um seine 3.700 Mitarbeiter zu bezahlen.

Am Montag hieß es, die Verhandlungen über den Verkauf von Immobilien des Unternehmens gingen weiter. Außerdem sei der russische Geschäftsmann Wladimir Antonow weiterhin daran interessiert, Saab zu kaufen. Ihm fehle jedoch die notwendige Genehmigung der Europäischen Investitionsbank.

Der Swedish-Automobile-Vorstandsvorsitzende Victor Muller sagte, er sei sehr darum bemüht, diese Genehmigung sobald wie möglich zu bekommen. Antonow hat erklärt, er sei bereit, 50 Millionen bis 150 Millionen Dollar (35 Millionen bis 105 Millionen Euro) in Saab zu investieren.

© sueddeutsche.de/DAPD/dpa/hgn/bbr

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