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Schutzgesetz für Whistleblower:Ein Herz für Wirtschaftsprüfer

Die Bundesregierung will unter anderem Steuerberater und Wirtschaftsprüfer beim geplanten Schutzgesetz für Whistleblower ausnehmen, die Skandale aufdecken. Das kritisieren europäische Parlamentarier nun scharf.

Von Thomas Kirchner, Alexander Mühlauer, Brüssel

Das Ziel ist klar: Die EU-Kommission will Informanten, die mit ihren Hinweisen Enthüllungen wie Lux Leaks oder Panama Papers an die Öffentlichkeit brachten, künftig europaweit schützen. "Whistleblower helfen dabei, Bedrohungen oder Schäden für das öffentliche Interesse aufzudecken", heißt es im Gesetzesvorschlag. Derzeit beraten EU-Parlament und Mitgliedstaaten darüber. Besonders hartnäckig zeigt sich Deutschland, das die Richtlinie an entscheidenden Stellen infrage stellt. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen einige Ausnahmeregeln für Rechtsanwälte und Ärzte auch für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer gelten. Dies geht aus diplomatischen Korrespondenzen des Auswärtigen Amtes hervor, die der SZ vorliegen.

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