Schuldenkrise:Wie es um Griechenlands Wirtschaft steht

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Wer Wachstum will, braucht Konsum. Doch der ist in Griechenland stark zurückgegangen.

(Foto: Bloomberg)

Den Banken droht der Kollaps, noch immer gibt es kaum Wachstum, ein Viertel der Griechen hat keinen Job. Warum das so ist - und wie es weitergeht.

Fragen und Antworten von Pia Ratzesberger und Katharina Brunner

Warum tut sich Griechenland mit dem Wachstum so schwer?

Damit eine Wirtschaft wachsen kann, muss das, was produziert wird, auch gekauft werden. Doch der private Konsum in Griechenland ist stark zurückgegangen - die Leute haben kein Geld mehr, das sie ausgeben können. Ihre Löhne wurden drastisch gekürzt oder sie sind ganz ohne Arbeit, auch der Staat hat seine Ausgaben zurückgefahren. Theoretisch könnte dieser Rückgang durch Nachfrage aus dem Ausland aufgefangen werden. Zum Beispiel, wenn mehr Touristen ins Land kämen. Doch das funktioniert nicht, denn auch die Zahl der Touristen ist in Griechenland zurückgegangen.

Theocharis Grigoriadis, der in Athen studiert hat und mittlerweile als Professor für Volkswirtschaftslehre am Osteuropa-Insitut der Freien Universität Berlin tätig ist, führt die Wachstumsprobleme auch auf das Fehlen einer starken Industrie zurück: "Wie kann man Wachstum generieren, wenn alle Firmen schließen?" Und neue Unternehmen entstehen kaum: In Griechenland gibt es keine starke Gründerszene - Firmengründungen gelten als schwierig.

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