Schleswig-Holstein:Miesmuschelernte enttäuscht

Die diesjährige Miesmuschelernte ist nach Angaben der Erzeugergemeinschaft in Schleswig-Holstein bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zwar seien ausreichende Mengen auf den Bodenkulturen vorhanden, doch der Fleischgehalt der Muscheln ist geringer als in den Vorjahren, teilte der Verband in Hörnum auf Sylt mit. Der Fleischgehalt ist wesentlicher preisbestimmender Faktor. Den Angaben zufolge werden in der hiesigen Zucht normalerweise gut 30 Prozent Fleischanteil erreicht, diese Saison startete jedoch mit lediglich rund 25 Prozent. Die Erzeugergemeinschaft in Schleswig-Holstein führt die geringere Fangmenge in diesem Jahr auf das relativ kalte Wasser in den Monaten April bis Juni zurück. In dieser Zeit bekämen die Muscheln normalerweise einen entscheidenden Wachstumsschub. Die Hochsaison läuft noch bis etwa Ende September. Im Rekordjahr 2019 wurden nach Angaben der Erzeuger 19,5 Tonnen Miesmuscheln angelandet. Der Durchschnittspreis lag bei 2,02 Euro. In diesem Jahr rechnen die Muschelfischer mit einer Anlandemenge von rund elf Tonnen, nach 9,2 Tonnen im vergangenen Jahr.

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