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Schifffahrt - Stade:Wasserschutzpolizei ermittelt nach Brand auf Frachtschiff

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Stade (dpa/lni) - Die Wasserschutzpolizei Stade ermittelt nach einem Brand in einem Frachtschiff gegen dessen 52 Jahre alten Kapitän. Demnach war Beamten bei einer Kontrolle im Seehafen Stade aufgefallen, dass das Schiffsbüro des Massengutfrachters komplett ausgebrannt war, wie die Wasserschutzpolizei Stade am Samstag mitteilte. Verletzt wurde niemand. Ermittlungen ergaben, dass der Brand im unter bahamaischer Flagge fahrenden Schiff bereits einige Tage zuvor auf dem Ankerplatz südlich von Helgoland ausgebrochen war.

Der bulgarische Kapitän habe den Seeunfall nicht wie vorgeschrieben an entsprechende Behörden gemeldet, hieß es. Zudem haben die Beamten auf dem Schiff Verstöße gegen die internationalen Meeresumweltschutz- und Ballastwasserübereinkommen festgestellt.

Die Schifffahrtsbehörde verhängte für kurze Zeit ein Auslaufverbot für den Frachter. Gegen den Kapitän wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, zudem wurden Seeunfallermittlungen durchgeführt. Den Ermittlungen zufolge hatte ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst.

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