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Schifffahrt - Hamburg:Deutsche Reeder geben Ausblick auf 2020

Deutschland
Der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), Ralf Nagel. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Hamburg (dpa) - Die deutschen Reeder informieren am heutigen Mittwoch über die Entwicklung der Schifffahrt und der Handelsflotte im vergangenen Jahr sowie die Perspektiven für 2020. Alfred Hartmann, Präsident des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), und das geschäftsführende Präsidiumsmitglied Ralf Nagel werden über einige Herausforderungen zu berichten haben. Mit dem Beginn des Jahres sind strengere Abgasregeln für Schiffe in Kraft getreten, um die Schifffahrt sauberer zu machen. Das verlangt von den Schiffseignern hohe Investitionen. Weitere ehrgeizige Klimaziele hat die Internationale Maritime Organisation IMO bereits festgelegt.

Die meisten Reedereien haben sich noch kaum von den zehn Jahren der Krise erholt, die die Branche seit 2008/09 erfasst hatte. Die deutsche Handelsflotte ist seitdem um rund ein Drittel geschrumpft und umfasste Ende 2018 noch 2324 Schiffe. Der Abwärtstrend dürfte sich weiter fortsetzen. Die Reedereien haben auch Schwierigkeiten, passgerechte Finanzierungen zu finden, nachdem sich viele Banken in Deutschland aus der Schiffsfinanzierung zurückgezogen haben.

Insgesamt kontrollieren deutsche Reeder rund 5,5 Prozent der Welthandelsflotte. Damit ist Deutschland die fünftgrößte Schifffahrtsnation. Eine führende Position mit einem Weltmarktanteil von 16 Prozent nehmen die deutschen Reeder in der Containerschifffahrt ein. Insgesamt sind in den fünf Küstenländern 328 Schifffahrtsunternehmen ansässig, die meisten davon kleinere Reedereien mit weniger als fünf Schiffen.

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