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Schiffbau - Rostock:Neues Aida-Cruises-Schiff wird "Aidacosma" heißen

Rostock (dpa/mv) - Das zweite nur mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Kreuzfahrtschiff der Reederei Aida Cruises wird "Aidacosma" heißen. Wie Aida-Präsident Felix Eichhorn am Dienstag bei der Kiellegung der Maschinensektion auf der Neptun Werft in Rostock sagte, wird das Schiff ab Sommer 2021 ab Kiel zu den norwegischen Fjordlandschaften und in der Ostsee unterwegs sein.

Die 140 Meter lange, 42 Meter breite und 19 Meter hohe Sektion - sie wird im Fachjargon "Feru" (Floating-Engine-Room-Unit) genannt - ist inklusive der Tanks für das Flüssiggas das Herzstück des 337 Meter langen Schiffes. Dessen Bau war bereits Mitte August auf der Meyer Werft in Papenburg begonnen worden. Die Antriebsmotoren stammen von dem ebenfalls in Warnemünde ansässigen Herteller Caterpillar.

Mit der Kiellegung der "Aidacosma" setze das Unternehmen seinen Kurs zur Senkung von Emissionen in der Kreuzschifffahrt fort, sagte Eichhorn. 2023 soll dann bereits das dritte LNG-Kreuzfahrtschiff von Aida Cruises auf Reisen gehen.

Die "Aidacosma" ist das Schwesterschiff der "Aidanova". Es ist weltweit das erste Kreuzfahrtschiff, das vollständig mit dem emissionsarmem Gas betrieben wird. Es war 2018 in Dienst gestellt worden. Im August dieses Jahres war die "Aidanova" für diesen Antrieb den Blauen Engel für "umweltfreundliches Schiffsdesign" ausgezeichnet worden. Die "Aidanova" kann bis zu 6600 Passagiere sowie 1500 Crewmitglieder aufnehmen.

Die Fertigung erfolgt in einer neuen, rund 180 Meter langen Schiffbauhalle der Neptun Werft. Wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) berichtete, wurde die Entwicklung einer Fertigungslinie zum Bau der Ferus mit rund 2,1 Millionen Euro gefördert. Die Neptun Werft investiere kontinuierlich in den Standort und die technologischen Verbesserungen rund um den Schiffbau.

Eichhorn machte auf die Bedeutung von Aida Cruises für die Wirtschaft aufmerksam, das Unternehmen habe mit mehr als 1,6 Milliarden Euro zum Wirtschaftswachstum in Norddeutschland beigetragen. Rund 160 Millionen Euro betrug die Wirtschaftsleistung allein in Rostock. "Mit unseren Investitionen in die Entwicklung und Nutzung nachhaltiger Technologien geben wir wichtige Impulse für Forschungs- und Wissenschaftscluster in ganz Deutschland", betonte Eichhorn.

Bis 2023 trage das Unternehmen durch den Bau von "Aidacosma" und der dritten LNG-Kreuzfahrtschiffes mit Investitionen von mehr als zwei Milliarden Euro zur weiteren Wertschöpfung im Schiffbau und der maritimen Zulieferindustrie bei.