Schienenverkehr Deutsche Bahn verliert wichtige Pendlerstrecke

  • Für mehr zwei Milliarden Euro soll der Nahverkehr zwischen Rheinland und Ruhrgebiet verbessert werden.
  • Die Zugbegleiter und Lokführer werden nicht von der Deutschen Bahn kommen.
  • Die Ausschreibung dafür hat die Bahn gegen eine britische Privatbahn und eine Tochter der niederländischen Staatsbahn verloren.

Großprojekt Rhein-Ruhr-Express ohne die Bahn

Die Deutsche Bahn hat im Regionalverkehr einen Großauftrag an die Konkurrenz verloren. Den Rhein-Ruhr-Express (RRX) auf Deutschlands größter Pendler-Strecke zwischen Ruhrgebiert und Rheinland wird nicht die Deutsche Bahn betreiben. Stattdessen werden ab 2018 das britische Privat-Bahnunternehmen National Express und die Tochter der niederländischen Staatsbahn Abellio Rail NRW die Lokführer und Zugbegleiter stellen.

Das haben die zuständigen Verkehrsverbünde am Dienstag beschlossen. Bisher fährt die Bahn auf den Strecken. Sie hatte sich auch an der Ausschreibung für den neuen Betreiber beteiligt, aber verloren. Die neuen Verträge gelten für 15 Jahre.

Zwei Milliarden für schnelleren Regionalverkehr

Der Rhein-Ruhr-Express ist ein Milliarden-Projekt, um den Schienenverkehr auf fünf stark genutzten Regionallinien zu entlasten. Im ersten Schritt sollen 82 schnellere Doppelstockzüge angeschafft werden. Die von Siemens gebauten Züge sollen mehr Plätze bieten und komfortabler sein. Anschließend sollen Schienen und Knotenpunkte ausgebaut werden.

Die Kosten für das Projekt liegen bei etwa zwei Milliarden Euro. Ziel ist ein durchgehender 15-Minuten-Takt. Bisher verkehren die Regionallinien in der Regel im Ein-Stunden-Takt.