Schäden Energiekonzerne inspizieren Stromtrassen mit Drohnen

Drohnen als Inspekteure: Kameras überprüfen in der Luft Stromleitungen.

"Bilder mit Millimetergenauigkeit": Um kleinste Schwachstellen an Hochspannungsleitungen zu erkennen, setzen Energiekonzerne wie RWE und Eon Drohnen ein.

Damit der Strom problemlos in alle Haushalte fließt, müssen Energiekonzerne ihre Sonnenkollektoren, Hochspannungsleitungen oder Rotorblätter regelmäßig überprüfen. Das machen traditionell Inspekteure, sie erklimmen mit Klettergurt gesichert die Leitungen. Doch dafür müssen diese abgeschaltet werden. Um das zu verhindern, setzen Konzerne wie RWE oder Eon nun zusätzlich Drohnen ein.

Unter dem Fluggerät mit Elektromotor hängen beispielsweise Spiegelreflexkameras, Laserscanner oder Wärmbildkameras. "Das ermöglicht dreidimensionale Bilder mit Millimetergenauigkeit", sagt der Chef der Herstellerfirma Aibotix, Jörg Lamprecht. Experten müssten nur noch den Copter steuern.

Die Kamera zeige winzige Risse oder Materialprobleme, die aus der Ferne nur schwer zu erkennen seien. RWE arbeitet seit etwa einem Jahr mit Drohnen, um Schweißnähte eines Schaufelradbaggers, Rotorblätter von Windanlagen zu überprüfen oder defekte Module von Sonnenkollektoren zu erkennen. Module ohne Stromproduktion zeigt die Wärmebildkamera an. "Das ist wie ein EKG für Anlagen", sagt RWE-Manager Neuhaus.