Für den Lederwarenhersteller Hamano aus Tokio hat sich der Aufstieg von Sanae Takaichi zur japanischen Premierministerin schon gelohnt. Die ehrwürdige Firma, gegründet 1880, führt nämlich die Lieblingshandtasche der neuen Regierungschefin. Das Modell „Grace Delight Tote“, 700 Gramm leicht, 136 400 Yen (gut 760 Euro) teuer, verbindet damenhafte Eleganz mit einer aktentaschenartigen Geräumigkeit. Sanae Takaichi kann darin Schminkutensilien genauso unterbringen wie DIN-A4-Dokumente. Sie ist oft zu sehen mit dem guten Stück. Und ihre Wahl zur mächtigsten Frau im Inselstaat Ende Oktober hat ein reges Interesse ausgelöst an der Tasche, die Hamano von Handwerkern in Nagano fertigen lässt. So viele Bestellungen haben sich angehäuft, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo, dass die Firma die Tasche gerade nicht wie sonst in acht Farben anbieten kann, sondern nur in der, die Sanae Takaichi bevorzugt: in Schwarz.
WeltwirtschaftDie erste Frau an der Spitze Japans sucht noch ihren Kurs
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Der Verkauf japanischer Lederwaren ist schon mal gestiegen: Doch ansonsten rätseln nicht nur Ökonomen über die künftige Wirtschaftspolitik der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.
Von Thomas Hahn, Tokio

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