Samsung-Chef Lee Kun Hee Begnadigt für die Olympia-Bewerbung

Im Sommer 2009 wurde Lee wegen Steuerbetrugs zu drei Jahren Haft auf Bewährung und 90 Millionen Dollar Strafe verurteilt. Er trat von der Firmenspitze zurück. Ein knappes halbes Jahr später allerdings wurde er vom südkoreanischen Staatschef begnadigt. Die Begründung: Lee sei unverzichtbar für die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018. Samsung erwirtschaftet schließlich fast ein Fünftel des Bruttoinlandsprodukts von Südkorea.

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Und Lee ist mit einem geschätzten Vermögen von mehr als acht Milliarden Dollar nicht nur der reichste Südkoreaner. Er liebt auch den Sport, gilt als einer der einflussreichsten Sponsoren auf dem Globus: Vor einigen Jahren ließ er in dem Skigebiet Trois Vallées in den französischen Alpen eigens ein paar Hektar absperren, um ungestört die Hänge hinab zu wedeln. 2010 kehrte der Manager an die Samsung-Spitze zurück - und auch in das Internationale Olympische Komitee. Im vorigen Sommer bekam das südkoreanische Pyongchang den Zuschlag für die Winterspiele 2018.

Vor einigen Jahren wurde bei Lee ein Tumor diagnostiziert. Er hat den Krebs besiegt, auch wenn Ärzte zunächst nur geringe Chancen auf Heilung sahen. Wenig später beging seine jüngste Tochter nach einer Kontroverse mit ihrem Vater Selbstmord. Der Patriarch ist keiner, der sich dem Schicksal ergibt. Er wird seinen Willen zum Kampf brauchen - auch fürs Geschäft mit den Smartphones. Einige chinesische Anbieter, ebenso flink und finanzstark wie Samsung, haben bereits zum Angriff geblasen.