Samstagsessay Gier ist menschlich

Illustration: Sead Mujic

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Genug kann nie genügen - deswegen sollte Gier als das akzeptiert werden, was es eben auch ist: ein biologisches Muster, das die Menschen antreibt und auch Systemkritiker und Asketen keineswegs verschont.

Von Werner Bartens

Die Welt ist ungerecht, gerade gegenüber den Extrovertierten, die noch ein unverstelltes Verhältnis zu ihren Impulsen und Bedürfnissen haben. Besonders unfair behandelt sie jene, die sagen oder tun, was andere sich gern erlauben würden, wovon sie aber ein dünner zivilisatorischer Firnis gerade noch abhält oder wozu sie - mangels Klasse - nie die Gelegenheit haben werden.

Nehmen wir Carlos Ghosn, führend tätig im Automobilgeschäft, der schon mit seinen drei Staatsbürgerschaften - brasilianisch, libanesisch und französisch - andeutete, dass er größer ...