MeinungWirtschaftspolitikDie Stahlindustrie darf nicht verschwinden

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Kommentar von Björn Finke, Düsseldorf

Lesezeit: 2 Min.

Die Kokerei im Duisburger Stahlwerk von HKM macht ordentlich Dampf. Sind erst die Hochöfen abgeschaltet und durch grüne Anlagen ersetzt, braucht es auch keine Kokereien mehr.
Die Kokerei im Duisburger Stahlwerk von HKM macht ordentlich Dampf. Sind erst die Hochöfen abgeschaltet und durch grüne Anlagen ersetzt, braucht es auch keine Kokereien mehr. IMAGO/Jochen Tack

Deutschlands zweitgrößtes Stahlwerk streicht mehr als die Hälfte der Jobs – und die Beschäftigten sind sogar froh, weil sie Schlimmeres befürchtet haben. Ohne politische Hilfe droht der Branche das Aus.

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Auch wenn es nach einer schlimmen Nachricht klingt, sind die Beschäftigten erleichtert. In Deutschlands zweitgrößtem Stahlwerk, den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburgwerden bis Ende 2028 rund 1700 von 2700 Jobs gestrichen, die Produktionskapazität wird halbiert. Das verkündete der Stahlkonzern Salzgitter aus Niedersachsen, der neue Alleineigentümer, Ende voriger Woche. Für die Betroffenen ist das traurig, doch bei der Gewerkschaft IG Metall und Mitarbeitern überwiegt die Freude. Schließlich bedeutet die Mitteilung, dass Salzgitter HKM in abgespeckter Form am Leben halten will und der Standort nicht dichtgemacht wird, wie sie lange befürchtet haben.

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