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Ryanair:Millionenverlust

Europas größter Billigflieger Ryanair hat wegen der Corona-Krise das schwierigste Quartal in seiner 35-jährigen Geschichte hinter sich. Dennoch hat der Zusammenbruch des Flugverkehrs die Airline nicht so tief in die roten Zahlen gerissen wie befürchtet. Eine zweite Infektionswelle im Spätherbst sei nun die größte Sorge, teilte Ryanair am Montag mit. Unter dem Strich stand in dem Quartal bis Ende Juni ein Verlust von 185 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 243 Millionen ein Jahr zuvor. Der Umsatz sackte im Jahresvergleich um 95 Prozent auf 125 Millionen Euro ab, die Zahl der Fluggäste brach sogar um 99 Prozent auf eine halbe Million ein. Fast vier Monate lang hatte die Pandemie die Flotte von Ryanair und vielen anderen Fluggesellschaften weitgehend lahmgelegt. Noch zwei bis drei Jahre - so die Schätzung des Unternehmens - dürfte die Corona-Krise Auswirkungen auf den Flugverkehr in Europa haben.

© SZ vom 28.07.2020 / dpa
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