RWE:Weg von der Kohle

Beim Versorger RWE machen sich weitere Investoren für einen schnelleren Abbau des umstrittenen Geschäfts rund um die Braunkohle stark, nachdem der aktivistische Investor Enkraft eine Abtrennung des Bereichs gefordert hatte. "Eine Debatte über die Geschwindigkeit der CO2-Senkung ist zu begrüßen, auch größere strukturelle Veränderungen im Konzern dürfen kein Tabu sein", sagte Ingo Speich, Leiter des Bereichs Nachhaltigkeit bei der Fondsgesellschaft Deka, am Donnerstag. Deka hält nach Refinitiv-Daten rund 0,9 Prozent an RWE. "Wir sehen eine hohe und dringende Notwendigkeit für die Transformation des RWE-Geschäftsmodells hin zu einer deutlichen Senkung des CO2-Profils", sagte auch Thomas Deser, Fondsmanager bei Union Investment, die nach Refinitiv-Daten rund ein Prozent der RWE-Aktien hält. Zuvor hatte sich der Investor Enkraft, der mit mehr als 500 000 Aktien bei dem Versorger eingestiegen ist, für eine Abtrennung des CO2-lastigen Braunkohle-Geschäfts eingesetzt.

"Das Geschäftsmodell von RWE muss zügig weniger CO2-abhängig werden", fügte Speich hinzu. Die Diskussion müsse aber mit Augenmaß geführt werden und auch soziale Aspekte umfassen.

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