Rund um die Klimakonferenz Braunkohle-Gegner wollen protestieren

Bei der Polizei in Bonn sind mehr als zehn Protestaktionen angemeldet. Braunkohle-Gegner haben angekündigt, die Stromproduktion zu stören. Sie wollen ein Zeichen für Klimagerechtigkeit setzen.

Zum UN-Klimagipfel wollen Tausende Aktivisten das rheinische Braunkohlerevier blockieren. So wolle man ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und den sofortigen Kohleausstieg setzen, kündigte das Bündnis "Ende Gelände" an. Es wird nach eigenen Angaben dabei von Aktivisten der Organisation "Pacific Climate Warriors" im Pazifik unterstützt. Die Aktion am 5. November werde die Kohlestromversorgung unterbrechen, so das Bündnis. Bereits im August hatten Tausende Aktivisten Kraftwerke und Tagebaue blockiert.

Bei der Bonner Polizei liegen insgesamt mehr als zehn Demo-Anmeldungen vor. Bereits am 4. November will ein breites Bündnis von Umwelt- und Entwicklungshilfeorganisationen für den Kohleausstieg und die Einhaltung des Pariser Klimavertrages auf die Straße gehen. Viele sehen den Gipfel auch kritisch: Diejenigen, die am stärksten vom Klimawandel betroffen seien, fänden kaum Gehör; Industrien, die den Klimawandel anheizten, machten dagegen großen Einfluss geltend, erklärt etwa das Bündnis "Ende Gelände": "Ungerechte Strukturen können kein Klima der Gerechtigkeit schaffen."